Rhythmisch-melodisch sind die zehn Kubaner tief in ihrer heimischen Trova-Musik verwurzelt, und auch die
sozialen Inhalte der Texte waren schon in den 1960/70er Jahren in der Trova zuhause
- lange vor dem
Rap, eher parallel zur Protestsong-Aera. Nueva Trova nennt man das seither.
So ist Karoll Pérez Zambrano einer der Bandleader, zunächst mal ein
graduierter Maler und Mann der handgemachten Musik, ein guter Rapper und
Komponist,
der ebenso Gitarre spielt. Außerdem dabei sind:
Blechbläser, Percussion-Instrumente, Keyboards, Bass und Sequenzer. Und nicht
nur die Trova, auch der weltweit populäre Son und dessen noch
erfolgreichere Tochter, die Salsa, die Musik der Landbevölkerung, der Reggae
und Andere geben der Stil-Melange von
Hoyo Coloráo ein swingendes, unverkennbar karibisches Feeling. Der
elektronische und technische Anteil liegt bei DJ und Tontechniker Humberto Escuela Fernández,
dem anderen Kopf der Band, der die Computer-Beats und die Turntables
beherrscht und dessen ursprüngliches Handwerk außerdem das Vertonen
von Filmen.
Im Jahr 2000 entwickelte Humberto die Idee für das Projekt und tat sich mit
Karoll aus Experimentierfreude
zusammen, um herauszufinden, was passieren würde, wenn sie ihre Talente
kombinierten.