| Aus einem Brief des Schriftsteller Peter Edel an Ernst Busch zu seinem 75. Geburtstag: "Überall war seine Clairon-Stimme zu vernehmen; der helle, scharfe, metallische Klang, der warme und lyrische, der aggressiv peitschende - Liederfülle, erstanden aus Feuer, Leid und Hammerschlag", so hat's Heinrich Mann genannt, und ich denke, würdiger kann nicht definiert werden, was Menschen vieler Nationen in Bann zwang und zwingen wird. Und wie bitter schwer war's so ermutigend zu singen, mit "keenem Sechser in der Tasche, bloß 'n Stempelschein". Anzusingen "Gegen Hunger, Dreck und Blut!". Einmal: im überfüllten Saal springt einer auf, durcheilt die Reihen, als der da oben singt, klimmt aufs Podium wo Hanns Eisler am Flügel sitzt, umarmt Ernst Busch, küsst ihn, ein Stimmverwandter, herzensbeteiligter Mitstreiter: Majakowski." | ![]() |